Stadt Malchin - Geschichte & Kultur Drucken E-Mail

Aus einer slawischen Siedlung hervorgegangen, wurde am 7. April 1236 Malchin durch Nikolaus von Werle das Stadtrecht verliehen.

Das kunsthistorisch wichtigste Bauwerk der Stadt ist heute die Kirche St. Johannis. Nachdem ein Feuer die vorherige romanische Kirche 1397 zerstörte, wurde die St. Johannis-Kirche im Jahr 1440 fertig gestellt.

Lange Zeit war die Stadt aufgrund ihrer günstigen geografischen Lage (am Übergang zwischen Malchiner und Kummerower See, Kreuzungspunkt nord-südlicher und ost-westlicher Handelswege) von großer wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung. Zwischen 1621 und 1918 traten hier - im Wechsel mit Sternberg - die mecklenburgischen Landstände zusammen.

Der zweite Weltkrieg hinterließ schwere Schäden, etwa zwei Drittel der Malchiner Innenstadt wurden zerstört.

Von 1952 bis 1990 war Malchin Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Bezirk Neubrandenburg. Später wurde der Kreis zusammen mit dem Kreis Altentreptow dem Landkreis Demmin zugeordnet. 1994 verlor Malchin schließlich seine Amtsfreiheit und ist nun Sitz des Amtes Malchin am Kummerower See.

Die Stadt Malchin ist der Geburtsort des Erfinders Siegfried Marcus, der den ersten funktionierenden Verbrennungsmotor der Welt entwickelte. Ein weiterer berühmter Sohn der Stadt ist der Apotheker Joachim Christian Timm, ein Wegbereiter der wissenschaftlichen Botanik. Auch den Dichter und Germanisten Hoffmannn von Fallersleben führte es nach Malchin und Umgebung.

Kulturelle Erlebnisse der besonderen Art bieten das alljährlich in Malchin stattfindende Mecklenburger Motorrad- und Oldtimertreffen sowie das Altstadtfest mit einem traditionellen Festumzug. Orgelkonzerte mit international bekannten Organisten laden zu musikalischem Genuss sein.