Gemeinde Kummerow - Geschichte & Kultur Drucken E-Mail

Im Jahre 1222 wurde Kummerow erstmalig urkundlich erwähnt, das Stadtrecht erhielt der Ort 1255. Bis zum 30-jährigen Krieg gab es drei Kirchen und eine Wasserburg mit Zugbrücke, Burgwall, Graben, Wohngebäuden, Fangelturm, Zwinger und Torhaus. Nach dem Krieg lebten nur noch 16 Bürger in Kummerow. Da der Ort seine Bedeutung als Stadt verloren hatte, trat dieser im Jahr 1671 die Stadtrechte ab.

Unter der Führung des Adelsgeschlechts der Maltzahns entwickelte sich Kummerow um die Jahrhundertwende zum Gutsdorf mit einer Schlossanlage. Nachdem das Schloss 1725 niederbrannte, ließ Axel Albrecht von Maltzahn eine neue Schlossanlage errichten, welche bis in die heutige Zeit erhalten ist. Für die Gestaltung des Schlosskomplexes, des Dorfes und der Fasanerie zeichnete der Landschaftsgestalter Peter Joseph Lenné verantwortlich. Heutzutage zeugen noch einzelne Wegereste, Baumgruppen und Teichanlage von seinem Schaffen.

Mit der Bodenreform hatte auch in Kummerow die Herrschaft der Maltzahns 1945 ein Ende. Es entwickelten sich nun große Landwirtschaftsbetriebe, die das Bild vieler Orte prägten. In Leuschentin entstand eine Milchviehanlage, in Kummerow selbst eine Schweinemastanlage. Bis zur Wende 1989 dominierte die Landwirtschaft im Ort. Die Milchvieh- und Schweinemastanlage sind heute in privater Hand, in Leuschentin entstand ein weiterer großer Bauernhof.

Seit der Wende ist die Gemeinde Kummerow bestrebt, sich als Wohn- und Tourismusstandort zu profilieren. Als erster Schritt wurde die dafür notwendige Infrastruktur ausgebaut. Eine zentrale Abwasseranlage wurde errichtet, es erfolgte eine Ausweisung von Eigenheimstandorten und der Bau des Hafens. Ferner ist angedacht, das derzeit leerstehende Lehrlingswohnheim und den Schlosskomplex zu sanieren.