Gemeinde Duckow - Geschichte & Kultur Drucken E-Mail

Für die einwohnermäßig kleinste Gemeinde des Amtsbereiches ist keine 100%-ig genaue Datierung der Ortsgründung nachgewiesen. Da die Ortsnamen (Duckow, Pinnow) auf "-ow" enden, lässt dieses einen Schluss auf einen slawischen Ursprung zu.

Einzelne Gebäude, wie z.B. die Kirche in Duckow, sind über 700 Jahre alt. So kann angenommen werden, dass bereits Ende des 12. Jahrhunderts/Anfang des 13. Jahrhundert die Ansiedlung erfolgte. Erste Urkunden, in denen es um Grundstückstauschgeschäfte des Herzogs Wartislaw von Pommern mit dem Kloster Dargun geht, stammen aus dem Jahr 1226.

Die Gemeindegeschichte ist untrennbar mit der Geschichte des pommerschen Adelsgeschlechtes von Maltzahn verbunden. Dieses war - bis auf kurze Unterbrechungen - seit dem 13. Jahrhundert Besitzer der Güter Duckow und Pinnow. Bis heute ist die ausschließlich landwirtschaftliche Prägung erhalten geblieben.

Nach Ende des 2. Weltkrieges erfolgte die Enteignung der Güter im Rahmen der Bodenreform. Durch die Kollektivierung entstanden große Landwirtschaftsbetriebe. Mitte der 1950er Jahre. Die alten Wirtschaftsgebäude aus der Blütezeit der Güter im 19. Jahrhundert wurden auch zu dieser Zeit noch intensiv genutzt. Mit dem wirtschaftlichen Niedergang der DDR verfiel diese historische Bausubstanz zusehends.

Nach der Wende wurde viel in die Neugestaltung der Orte investiert: Duckow erhielt Zugang zu einer zentralen Abwasseranlage, Neubauten, Gutshaus und Gemeindezentrum wurden saniert und die Kirche mit neuem Glockenstuhl rekonstruiert. Besonders gelungen ist diese Sanierung in Pinnow, hier entstanden rund um den Dorfteich neue Häuser im Landhausstil.

Das Gutshaus befindet sich heute wieder im Eigentum der Familie von Maltzahn. Der Gutspark - einst entworfen von Peter Joseph Lenné - wurde auch rekonstruiert. Ein Highlight für Besucher ist mittlerweile die Pferdepoloschule. Wanderer und Fahrradtouristen können die Gemeinde Duckow auf dem neu erschlossenen Radwanderweg Ostpeene entdecken.