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Bürgermeister Jörg Lange nach 21 Jahren feierlich
aus dem Dienst im Rathaus verabschiedet

Feierstunde im Malchiner Rathaussaal

21 Jahre lang war Jörg Lange Bürgermeister der Stadt Malchin. 21 Jahre, in denen sich in der Stadt Vieles verändert und entwickelt hat. Was bewegt einen Mann, der so lange in verantwortungsvoller Position stand, wenn der Tag des Abschied Nehmens gekommen ist? Jörg Lange hatte ein gutes Jahr Zeit sich auf diesen Tag vorzubereiten. Im Herbst 2014 hatte er öffentlich bekannt gegeben, dass er nicht mehr für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung steht und somit folglich zum 31. Oktober 2015 aus dem Amt ausscheidet. Am 28. Oktober war nun der Tag des offiziellen Abschieds gekommen.

Es sei ein sehr zwiespältiges Gefühl, das ihn bewege, sagte Jörg Lange bei der Feierstunde mit zirka 100 Gästen im Rathaussaal. Einerseits freue er sich auf den Abschnitt, der jetzt vor ihm liege. Endlich mal Zeit zu haben für Familie, Hobbys und all die Dinge, die man ohnehin schon immer anpacken wollte, das sei ein großes Privileg. Auf der anderen Seite werde er allerdings auch Vieles vermissen: die Kollegen im Rathaus, die vielen Menschen, die er in Malchin und darüber hinaus kennenlernen durfte und natürlich die Möglichkeit aktiv etwas zu bewegen für die Stadt. Letztendlich überwiege aber das Gefühl des Glücks. „Schließlich haben wir in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten gemeinsam eine ganze Menge für Malchin und für die Menschen hier voran bringen können“, sagte der scheidende Bürgermeister. Zu seinem Abschied im Rathaussaal waren viele „Weggefährten“ der vergangenen 21 Jahre gekommen. Befreundete Bürgermeister, Stadtvertreter, Vertreter von Verbänden, Vereinen und aus der Wirtschaft. Stadträtin Manuela Rißer – sie hatte das Verabschiedungszeremoniell organisiert – ersparte es sich in ihrer Rede, all die Dinge aufzuzählen, die in den vergangenen 21 Jahren mit Jörg Lange an der Spitze des Rathauses erreicht wurden.

Sie ließ Bilder sprechen. Pressesprecher Thomas Koch hatte für die Feier eine Bilderpräsentation zusammengestellt. Auf zirka 450 Fotos konnten der Bürgermeister und seine Gäste noch einmal verfolgen, was sich in den drei Amtszeiten von Jörg Lange in Malchin getan und entwickelt hat. Aufmerksam verfolgt wurde die Präsentation auch von Teterows Stadtoberhaupt Reinhard Dettmann. Jörg Lange und er sind seit vielen Jahren freundschaftlich miteinander verbunden. Dettmann oblag es auch, bei der Feierstunde als Erster ans Rednerpult zu treten. In Bezug auf die voran gegangene Bilderpräsentation stellte Dettmann fest: „Wenn ich die Bilder so gesehen habe, muss ich sagen. Ich war bei Dir häufiger zu Gast als Du bei mir lieber Jörg“. Dettmann würdigte in seiner Rede noch einmal die engen Beziehungen zwischen beiden Städten. Die Feuerwehren haben sich oft bei Einsätzen unterstützt, zu Stadtfesten habe man sich über Jahre gegenseitig eingeladen, ein Radweg verbindet seit einiger Zeit beide Orte miteinander.

Was die Städte zudem miteinander verbinde, sei die alljährliche Verleihung des Städtepreises TeMa. Dieser Preis werde bekanntlich alle Jahre wieder an Menschen vergeben, die sich in besonderer Weise um den Zusammenhalt beider Städte verdient machen. Dettmann wünschte seinem scheidenden Amtskollegen für die Zukunft alles erdenklich Gute. An erster Stelle stehe dabei natürlich die Gesundheit. Diesen Wünschen schlossen sich am 28. Oktober auch alle anderen Festredner an. Dazu gehörten der Bürgervorsteher der Partnerstadt Itzehoe Heinz Köhnke, Amtsvorsteher Willi Voß, Ex-Bürgermeister und Stadtvertreter Werner Neumann, der Landtagsabgeordnete Marc Reinhardt, Malchins neuer Bürgermeister Axel Müller und Landrat Heiko Kärger. Sie alle würdigten Jörg Lange als einen Bürgermeister, der Spuren hinterlassen hat in Malchin, der eine Ära geprägt hat in der Stadt.