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Gut für den Tourismus in der Region

Kummerow hat einen neugestalteten Hafen

Kummerows Bürgermeister Bernd Moritz – er hätte in den vergangenen Monaten sein Zelt fast schon  am Hafen der Seegemeinde aufschlagen können. Wie oft er seit März den Weg von seinem nur wenige Minuten entfernten Haus zum Hafen absolviert hat, Moritz hat es nicht gezählt. Das Gemeindeoberhaupt war allerdings nicht so oft vor Ort, um den zweifellos schönen Blick über das Wasser zu genießen. Nein, eine der größten Baumaßnahmen, die es in den vergangenen Jahren in Kummerow gegeben hat, führte den Bürgermeister so oft an dieses idyllische Fleckchen Erde. Mit einem Kostenaufwand von zirka 500.000 Euro – der größte Teil davon waren Fördermittel –ist seit März dieses Jahres der Kummerower Hafen saniert und ausgebaut worden. Der Hafen war bereits im Jahr 1994 gebaut worden.



Zu einer guten Adresse bei Freizeitkapitänen war er aber seitdem nie geworden. Der Wind ließ die Hafeneinfahrt schnell versanden, zwei riesige Steine machten das Anlaufen von Kummerow zusätzlich zu einem äußerst riskanten Unterfangen. Das ist jetzt vorbei. Tausende Kubikmeter Schlamm wurden hier in den vergangenen Monaten ausgebaggert, die Hafeneinfahrt hat jetzt eine Tiefe zwischen 1,60 Meter und 2,20 Meter. Eine neu aufgeschüttete Steinmole sorgt dafür, dass auch der Wind den Kummerowern in Zukunft nicht mehr übel mitspielen kann. Damit aber noch nicht genug. Der „neue“ Hafen verfügt nunmehr auch über weitere Anlegeplätze mit den nötigen Versorgungsanlagen für Strom und Wasser. Dass sich der Kummerower Hafen zu einer Perle am See gemausert hat, das hat sich mittlerweile herum gesprochen. In den vergangenen Tagen nahmen so viele Freizeitkapitäne wie schon langer nicht mehr Kurs auf den Hafen. Sehr zur Freude von Bürgermeister Bernd Moritz. Er ist froh, dass dieses Mammutprojekt jetzt endlich umgesetzt ist. Einschließlich Planung haben die Arbeiten daran zirka vier Jahre gedauert. „Da freut man sich schon, wenn alles gut geklappt, die Baumaßnahme erfolgreich umgesetzt wurde und vor allem, wenn der Hafen gut angenommen wird“, sagt Bernd Moritz. Der Kummerower Hafen etabliert sich ohnehin immer mehr zu einem beliebten Ausflugsziel. Im vergangenen Jahr wurde hier der Grillpavillon eingeweiht, der sich vor allem bei Einheimischen großer Beliebtheit erfreut. Und das nächste Projekt ist schon in Planung: die Erweiterung des „Hafenkiekers“. Ein Förderantrag über das so genannte Leader-Programm ist bereits gestellt. „Dann haben wir am Hafen auch eine vernünftige gastronomische Einrichtung, in der dann bis zu 30 Personen Platz finden können“, sagt der Bürgermeister.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. September 2015 um 12:03 Uhr