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Kummerower Hafen erwacht
aus dem Dornröschenschlaf

Hafen wird ausgebaggert - neue Mole wird aufgeschüttet

Träumen ist erlaubt. Im Sommer 2016 sieht Kummerows Bürgermeister Bernd Moritz den Hafen seines Dorfes vor sich. Ein Fahrgastschiff geht hier gerade vor Anker. Auch an den anderen Anlegestellen gibt es kaum noch freie Plätze, sie sind fast durchweg von Freizeitkapitänen und ihren Booten belegt. Vor einigen Jahren hätte man diese Vision tatsächlich als Träumerei abgetan. Der Kummerower Hafen war lange Zeit in einen Dornröschenschlaf verfallen. Bootsführer mieden die Gemeinde. Die Hafeneinfahrt war versandet. Die Mole bot nicht ausreichend Schutz um dies zu verhindern. Aus dem Dornröschenschlaf könnte der Hafen jetzt aber schon sehr bald erwachen. Mehr als drei Jahre liefen die Planungen für die Neugestaltung des Hafens, seit wenigen Wochen werden nun endlich sichtbare Tatsachen geschaffen.

Ein Saugbagger ist vor dem Kummerower Strand im Einsatz. Das gesamte Hafenbecken wird bis zu einer Tiefe zwischen 1,60 Meter bis 2,20 Meter ausgebaggert. Wer künftig mit einem Kielboot Kurs auf Kummerow nimmt, muss nicht befürchten hier eventuell auf Grund zu laufen. Und auch der Wind soll den Freizeitkapitänen schon in naher Zukunft nicht mehr übel mitspielen. Zum Schutz des Hafens wird in den nächsten Wochen eine weitere Steinschuttmole in Halbmondform angelegt. Sie ist der jetzigen Mole vorgelagert. Für die Gemeinde ist die Neugestaltung des Hafens eine der größten Investitionen der vergangenen Jahre. Die Gesamtkosten belaufen sich auf zirka 570.000 Euro. Der größte Teil davon sind Fördermittel. Um ihren Eigenanteil kommt die Gemeinde aber nicht herum. Der bewegt sich im hohen fünfstelligen Bereich. „Wir freuen uns, dass es hier endlich vorwärts geht. Der Hafen soll künftig nicht nur mehr Touristen anlocken, auch für die Leute im Dorf machen wir das ganze Areal attraktiver“, sagt Bürgermeister Bernd Moritz. Dazu gehört unter anderem auch der Bau des Grillpavillons, der im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde. Mit finanzieller Hilfe aus dem Leaderprogramm will man auch die Hafengastronomie aufmöbeln. Ein entsprechender Antrag ist bereits gestellt.