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1.600 Sonnenstunden reichen  für neuen Solarpark in Neukalen

Neue Anlage am 11. Februar ans Netz gegangenen

In der Liste der sonnenreichsten Orte steht Neukalen bei weitem nicht an vorderster Stelle. Hier rangieren die Inseln Hiddensee und der Darß im Spitzenfeld und ein ganzes Ende vor der Pennestadt. Zirka 2100 Stunden lang ließ sich Klärchen im vergangenen Jahr auf Hiddensee blicken. Um in Neukalen einen Solarpark rentabel zu betreiben, reicht der jährliche Sonnenschein von zirka 1.600 Stunden über dem kleinen Städtchen aber allemal aus. Dass haben sich die Investoren für den neuen Park im Neukalener Gewerbegebiet Nord vor dem Bau der Anlage höchstgutachterlich bestätigen lassen. Auf einer Fläche von 2,2 Hektar sind in den vergangenen Wochen an der Ortsausfahrt in Richtung Dargun 5.940 Module aufgebaut worden. Am 11. Februar ist die neue Anlage ganz offiziell ans Netz gegangen. Nach Aussage von Sandra Widmaier von der Firma Krannich-Solar - ihr Unternehmen leitete den Bau des Parkes - produziert die Anlage jährlich 1.390 Megawatt Strom. So richtig vorstellen kann man sich unter dieser Zahl erst etwas, wenn man weiß, dass damit 347 Vierpersonenhaushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden können. Für Neukalen heißt das: der neue Park könnte 70 Prozent der Stadt mit Strom versorgen. Bürgermeister Willi Voß freut sich darüber, dass nunmehr eine weitere Fläche im Gewerbegebiet so genutzt wird, dass sie Geld in die städtischen Kassen spült. Weil der Park auf Neukalener Grund und Boden steht, erzielt Neukalen Pachteinnahmen und auch Gewerbesteuern hat die Peenestadt in absehbarer Zeit zu erwarten. Von dem Bau der Anlage profitiert nicht nur die Stadt. Eine Elektrofirma aus Neukalen ist künftig Vertragspartner für den Störungsdienst, ein Hausmeisterbetrieb kümmert sich um Ordnung und Sauberkeit auf dem neuen Solarparkgelände.