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Krankenwagen für Superschwere

Rettungsdienst stellt neues Fahrzeug in Dienst

Die Erinnerung ist sozusagen noch taufrisch. Vor wenigen Tagen wurden Rettungsarzt Thomas Hanff und sein Team zu einem Einsatz gerufen, bei dem mehr gefragt war als nur ärztliches und Rettergeschick. Der Patient brachte gut und gerne 150 Kilo auf die Waage. Die Technik des Rettungsfahrzeuges gab es nicht her, den Mann hier problemlos in den Wagen zu bringen. Was also tun? Vier kräftige Männer mussten anpacken, damit der Patient ins Fahrzeug kommen konnte. Und das war alles andere als eine Ausnahme. Häufig sind die Retter mit Patienten konfrontiert, die ein gehöriges Gewicht auf die Waage bringen.  Die Zeiten in denen Hanff und Kollegen auf ihre Muskelkraft und oftmals auch auf die Hilfe von starken Feuerwehrleuten angewiesen waren, sind jetzt vorbei. Am 14. Januar wurde an der Malchiner Rettungswache ein neues Krankentransportfahrzeug in Dienst gestellt. Mit dem neuen Fahrzeug können Personen mit einem Gewicht bis zu 700 Kilogramm transportiert werden. Und vor allem bekommt man sie ins Auto, ohne dass die Rettungskräfte ihre Muskeln allzu sehr spielen lassen müssen. Wie das Ganze funktioniert, das wurde am Übergabetag vorgeführt. Und wer stellte sich als Freiwilliger? Natürlich, Rettungsarzt Thomas Hanff höchstselbst. Obwohl er nun wirklich nicht so viele Pfunde auf die Waage bringe, dass er diese technischen Hilfsmittel nötig hätte, wie er mit einem Lächeln bemerkte. Im neuen Krankentransportfahrzeug wird der so genannte Tragetisch samt Patient über Auffahrtschienen und eine Seilwinde ins Auto gezogen. Im Land Mecklenburg-Vorpommern ist es das erste Fahrzeug dieser Art. 143.000 Euro hat es gekostet. Dass die Generalprobe noch hier und da kleine Haken hatte, nahm den Rettern keiner übel. Die Schulung des Personals im Umgang mit der neuen Technik steht in den nächsten Tagen auf dem Programm. Stationiert ist das Fahrzeug fortan am Standort Malchin. Weil es aber das erste und bisher einzige seiner Art ist, kann es künftig aber im gesamten Bundesland zum Einsatz kommen.