Neuer Solarpark eingeweiht Drucken E-Mail

Neukalen startet ins Solarzeitalter

Neue Anlage im Gewerbegebiet geht offiziell ans Netz

Wenn schon nicht die Sonne lacht, dann doch zumindest der Bürgermeister. Klärchen meinte es am 17. Mai wirklich nicht gut mit den Neukalenern bei der Einweihung und Inbetriebnahme der neuen Solaranlage im Gewerbegebiet.

Doch ein bedeckter Himmel und immer mal wieder ein Regenschauer konnten das Strahlen auf dem Gesicht von Bürgermeister Willi Voß nicht trüben. Der wusste doch nur zu, gut wie viel Kraft, Mühe und vor allem auch Zeit die Neukalener in dieses Projekt investiert haben. Geschlagene zwei Jahre. Die ursprüngliche Größe der Anlage, veränderte Förderrichtlinien – all das hatte den geplanten Bau der Neukalener Solaranlage immer wieder ins Stocken gebracht. Bürgermeister und Stadtvertreter ließen sich davon aber nicht beirren. Und auch wenn der Park mit einer Fläche von 4,5 Hektar nunmehr ein ganzes Stück kleiner ausfällt als in den Anfangsplanungen, gefreut wird sich trotzdem in der Kleinstadt an der Peene. „Schon zwei Jahre vor der Katastrophe in Japan haben wir uns gesagt, dass wir uns verstärkt regenerativen Energien zuwenden müssen. Und der Solarpark ist mit Sicherheit noch nicht das letzte Wort“, meinte der Bürgermeister. Die 12.000 Dünnschichtmodule haben eine Leistung von einem Megawatt und können rein rechnerisch ein Drittel der Neukalener Haushalte versorgen.
Bildtext „neukalen 2“: Willi Voß (2. von links) bedankte sich bei allen, die am Bau der Anlage mitgewirkt haben.
Ein ausdrückliches Dankeschön richtete Willi Voß an die Verwaltung des Amtes und nannte dabei vor allem den Zweiten Stadtrat Jochen Banek. Banek hatte das komplizierte Vetragswerk für den Bau der Anlage „gestrickt“. Die Solarmodule an der Ortsausfahrt in Richtung Dargun – mit ihnen wird nicht nur Strom erzeugt, die Anlage spült auch Gewerbesteuern in die Stadtkasse. „Die Steuer bleibt zu 100 Prozent bei uns“, freut sich Willi Voß. Obwohl sich die Sonne am Einweihungstag hinter dunklen Wolken versteckte, Strom wurde von der neuen Anlage trotzdem produziert: 2.000 Kilowattstunden an einem Tag. „Die Technik ist so weit fortgeschritten, dass die neuen Module auch bei wenig Lichtausbeute leistungsfähig bleiben“, erklärte Projektingenieur Ulrich Mertens den Gästen bei der Besichtigung des Solarareals.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. Mai 2011 um 12:13 Uhr